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Lutherstadt Wittenberg

Unsere Heimatstadt - Lutherstadt Wittenberg die "Wiege der Reformation".

In der Stadt an der Elbe, wo Martin Luther am 31 Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche 95 Thesen gegen den Ablasshandel geheftet hat, ist der Hauptsitz der AnhängerCenter Wittenberg GmbH und wir sind auch ein wenig stolz auf unsere Heimatstadt. Die Lutherstadt Wittenberg liegt im östlichen Teil des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt und ist Sitz des Landkreises Wittenberg. Sie liegt an der Elbe zwischen Dessau-Roßlau im Westen, dem Fläming im Norden, der Dübener Heide im Süden und der Elbe-Elster-Region im Osten, knapp 80 Kilometer südwestlich von Berlin und etwa 70 Kilometer nordöstlich von Leipzig.


Weltkugel auf dem Marktplatz der Lutherstadt Wittenberg

Die Weltkugel auf dem Marktplatz der Lutherstadt Wittenberg. Am 13. Oktober 2014 rund 950 Tage vor dem offiziellen Start der „Weltausstellung Reformation“ wurde eine im Durchmesser zwei Meter große Weltkugel enthüllt, auf der ein Countdown die Sekunden, Minuten und Stunden bis zur Eröffnung der Weltausstellung am 20. Mai 2017 zählt. Die Kugel ist eine Initiative des Vereins „Reformationsjubiläum 2017“.

Das Kuratorium koordiniert in Kooperation von Kirche und Staat die gemeinsame Planung für das 500. Jubiläum der Reformation. Die Lutherstadt Wittenberg gilt heute als Ausgangspunkt der Reformation vor fast genau 500 Jahren. Die Reformation an sich ist jedoch kein regionales Ereignis, welches mit Martin Luther seinen Anfang nahm.  
Weltkugel auf dem Marktplatz mit Stadtkirche im Spiegel


Martin Luther auf dem Marktplatz Wittenberg
Der Reformator Martin Luther ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten und zugleich Namensgeber der Lutherstadt Wittenberg. Den Namen Lutherstadt trägt Wittenberg jedoch erst seit 1938. Im Jahre 1508 kam Martin Luther als junger Augustiner Mönch erstmalig nach Wittenberg, um an unserer Universität als Professor tätig zu sein. Nach kurzzeitiger Abwesenheit kehrte er 1511 nach Wittenberg zurück und lehrte erneut als Professor an der Universität. 1512 erwarb er hier seinen Doktortitel und lehrte bis zu seinem Tode an der Theologischen Fakultät. Während seines Lebens verfasste er nicht nur die 95 Thesen, sondern auch zahlreiche weltbekannte Schriften, Kirchenbücher und Kirchenlieder. Er übersetzte das neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche und war Mitverfasser der ersten deutschen Bibel in Zusammenarbeit mit u.a. Phillip Melanchthon. Im Jahre 1525 heiratete Martin Luther die entflohene Nonne Katharina von Bora, mit der er sechs Kinder hatte. Mit seiner Familie lebte er im ehemaligen Augustiner-Eremiten-Kloster, welches er 1532 vom Kurfürsten geschenkt bekam. Die gute Seele des Hauses war Katharina, die nicht nur die Finanzen und den Haushalt der Familie Luther organisierte, sondern neben Landwirtschaft, Viehzucht und Fischzucht auch eine eigene Studentenburse führte. 1546 starb Martin Luther während eines dienstlichen Aufenthaltes in seiner Geburtsstadt Eisleben. Sein Leichnam wurde auf Anweisung des Kurfürsten nach Wittenberg überführt, wo er 4 Tage nach seinem Tode am 22 Februar 1546 in allen Ehren in der Schlosskirche beigesetzt wurde. Martin Luther war der erste Bürgerliche, der 1821 ein Denkmal mit Podest und Baldachin auf dem Marktplatz zu Wittenberg erhielt.



Auf dieser Stadt-Silhouette ist der Turm der Schlosskirche, einer der beiden wieder freigelegten Stadtbäche und links ein Teil des Niederen Schlosses zu sehen. Zu Zeiten unserer Kurfürsten diente dies als Verwaltungsgebäude, in dem zusätzlich ein Gefängnis untergebracht war. Heute befindet sich heute die Wittenberger Jugendherberge darin.



Die Wittenberger Thesentür ist die am meisten besuchte Tür der Welt. An ihr hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel angeschlagen. Die heutige Tür ist nicht die Ursprüngliche; diese ist 1760 im Siebenjährigen Krieg im Rahmen der Zerstörung der Schlosskirche verbrannt. Der preußische König stiftete eine neue aus Bronze gegossene Tür, welche 1858 feierlich eingeweiht wurde. Die 95 Thesen sind heute auf Lateinisch in den beiden Flügeln eingearbeitet. Das Steinportal, das die Thesentür einfasst, stammt aus dem Jahre 1499 und ist somit vom ursprünglichen Bauwerk erhalten geblieben.



Der Turm der Schlosskirche in seinem heutigen Erscheinungsbild ist erst seit 1892 so zu sehen. Auf Weisen des preußischen Königs wurde die Schlosskirche von 1885 bis 1892 als Gedenkstätte der Reformation saniert und umgebaut.



Die frühere Likörfabrik Fuhrmann. 




Die Stadtkirche Wittenberg ist mit seinen beiden Türmen weithin sichtbar. Sie war die Wirkungsstätte und Predigerkirche Martin Luthers und trägt somit den Beinamen „Mutterkirche der Reformation“. Sie ist das älteste aus Stein gebaute Gebäude Wittenbergs und in ihrer ursprünglichen Erscheinung erhalten. In ihr hat Luther seine Katharina geheiratet, seine Kinder wurden hierin getauft und gut zweitausend seiner Predigten wurden hier gehalten. Die Stadtkirche beherbergt den Cranach Altar, welcher von Cranach d. Ä. und Cranach d. J. gestaltet und 1548 dort geweiht wurde. Lukas Cranach d. J., ein gebürtiger Wittenberger, wurde in dieser Kirche getauft, hat seine beiden Frauen hier geehelicht und ist hier auch beigesetzt. In der Stadtkirche wurde der erste deutschsprachige evangelische Gottesdienst in beiderlei Gestalt gehalten. Unter der rechten Turmhaube befindet sich die Türmer Wohnung, welche bis 1945 bewohnt war.




Dieses Sitznischen-Portal zeigt den heutigen Zugang zur ehemaligen Wittenberger Universität - der Leucorea. Die Wittenberger Universität war zu Zeiten Martin Luthers die bedeutendste Universität Europas. Durch diese Universität, welche der Kurfürst Friedrich der Weise 1502 gründete, wurde Wittenberg zu einer sehr bedeutenden Universitätsstadt. Heute ist Wittenberg keine Universitätsstadt mehr, da diese auf Beschluss des preußischen Königs nach Halle/Saale verlegt und mit der dortigen Universität zusammengeführt wurde. Die heutige Universität trägt daher den Namen Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. 




Im Anschluss an die alte Universität befindet sich das Wohnhaus Phillip Melanchthons. Dieser zählte zu den bedeutendsten Reformatoren seiner Zeit und war einer der engsten Wegbegleiter Martin Luthers. 


Hinter dieser Tür lebte Phillip Melanchthon von 1536 bis zu seinem Tode 1560 mit seiner Familie und einigen seiner Studenten. Das Haus bekam er vom Kurfürsten geschenkt. Zur damaligen Zeit war dies eines der modernsten Wohnhäuser Wittenbergs. Phillip Melanchthon wurde 1497 in Bretten geboren und kam auf Empfehlung von Johannes Reuchlin 1518 nach Wittenberg, um an der Universität den neugegründeten Lehrstuhl für Griechisch zu übernehmen. Melanchthon war bis zu seinem Tode als Professor an der Wittenberger Universität tätig. In seiner Laufbahn verfasste er zahlreiche Lehrbücher und zählt zu den Mitbegründern des heutigen Schulsystems.  



Dieser Pavillon ist ein bautechnisches Denkmal der sogenannten zweiten Epoche. Ursprünglich stand an diesem Ort die Schlossmühle, welche durch Bäche angetrieben wurde. Der Wittenberger Schlosspavillon wurde 1959 zum zehnten Jahrestag der DDR als Ausstellungspavillon für die Chemische Industrie Wittenbergs errichtet. Später beherbergte es gastronomische Einrichtungen. Heute befindet sich darin ein Eis-Café. 


"Ehre den Fotografen..."  so sprach einst Wilhelm Busch und wir wollen den schweizer Fotografen aus Zürich hier nicht unerwähnt lassen und sagen Danke an ©Oliver Kay Photo für die großartigen Impressionen der Lutherstadt Wittenberg und Danken für die überlassung der Fotos.    

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